Orange

Kategorien Früchte, veröffentlicht am Freitag, 8. Juni 2018, letzte Änderung: Samstag, 14. Juli 2018
Orangen

Eine Frucht, die ungefähr die Hälfte des Jahres auf meinem Speiseplan steht und dann meist mit zur ersten Mahlzeit meines Tages gehört. Besonders morgens finde ich saftige Frische sehr angenehm. Ich verbinde das Glänzen einer reifen, aufgeschnittenen Orange immer mit dem Strahlen der Sonne. Ich bevorzuge sie wenn sie süß sind.

Vor dem Schälen bzw. Öffnen rolle ich sie über eine feste Oberfläche oder drücke sie drehend zwischen meinen Händen. Dadurch werden im inneren die Zellen aufgebrochen und sie sind noch saftiger. Es tropft dann beim Essen umso mehr aber das fange ich mittels Teller auf und habe dann abschließend noch einen Schluck frisch gepressten Orangensaft.

Flores de Vida

In Flores de Vida ist es bislang nicht gelungen Zitrusbäume zu ziehen. Die bisherigen Versuche sind an den zu kalten Wintern gescheitert. Nat’ versucht es dennoch weiter und hofft entsprechende Sorten zu finden.

Vergleichsweise nah, also ca. 80 Kilometer Richtung spanischer Ostküste, gibt es allerdings Orangenanbau und dort bedient er sich bei einem Freund während der Saison, so dass es auch zu meiner gewohnten Anwesenheit im Mai noch Orangen in Flores de Vida gibt. Es ist für dieses Projekt die spärlichste Zeit was die Selbstversorgung betrifft.

Orangenvorrat in FdV
Zur Konservierung sind die Orangen zusätzlich mit Asche bedeckt
Für die Orangen gilt, was ich schon bei den Äpfeln nachtrug: die große Menge in nicht optimaler Lagerhaltung führt zur Veränderung des Zustandes. Sie schimmeln, von der Schale nach innen. Es gehört mit zu den Überraschungseffekten, dass die hier sogenannten blauen Orangen von Nat’ bevorzugt werden. Auch einige der anderen Wiederkehrer haben mit der Zeit Geschmack dran gefunden. Ich mag die zusätzlich eher bittere Note nicht, dennoch nehme ich mir problemlos auch angeschimmelte Früchte und esse das Fruchtfleisch soweit wie es mir schmeckt.

Ich kenne die Warnung und Unheilsverkündigungen über Schimmel, habe ihnen aber nie viel Bedeutung geschenkt und vertraue auf meine Sinne, wenn es darum geht zu beurteilen, ob ich etwas tatsächlich esse oder nicht. Es ist zwar kein Beweis für Allgemeingültigkeit, aber bislang übersteht Nat’ seinen langjährigen, regelmäßigen und reichlichen Verzehr von Orangen mit schimmeliger Schale ohne sichtbare Einbußen.

Orangen von der Fähre
Sind diese Orangen fähr gehandelt?
Orangen werden auch auf der trasmediterranea-Fähre am Buffet ausgehändigt. Dort sind es große, einwandfreie Früchte. Schmackhaft, aber nicht voll ausgereift. Sind sie fähr gehandelt? (Ich konnte nicht widerstehen diesen eher akustischen Witz hier unterzubringen.) Ich hatte auf meiner letzten Fahrt ja einige gesammelt, um sie anschließend als Proviant zu haben, sie aber gar nicht alle unterwegs verzehrt. Und als ich in FdV ankam, habe ich mich den bereits dort vorhandenen Früchten gewidmet, so dass ich auch jetzt nach fast sechs Wochen immer noch drei davon habe. Obwohl sie im Wohnwagen, also eher warm lagern, sind sie noch in einwandfreiem Zustand. Zumindest äußerlich. Zwecks Fotos habe ich heute morgen eine davon halbiert, dann aber doch vergessen vorm Essen ein Foto zu machen. Sie glänzte allerdings auch nicht mehr eindrucksvoll und der Geschmack und die Saftigkeit haben nachgelassen.

Finca Tierra

Auf der Finca Tierra gibt es Orangenbäume. Leider alle etwas kränklich, aber dennoch tragend. Die meisten sind allerdings noch recht jung und klein und geben nur eine sehr überschaubare Menge. Der eine große Baum trägt im Winter aber zahlreiche, köstliche Früchte.

Orangenbeute aus Puntagorda
Fremdes Fallobst ist meine Beute
Auf dem Wochenmarkt gibt es im Prinzip den ganzen Winter über genug Orangen zu kaufen, was wir auch regelmäßig tun. Leider werden sie viel zu oft viel zu früh geerntet, wodurch sie fester und weniger süß sind. Gleichzeitig bleiben die viel besser schmeckenden Früchte unbeachtet als Fallobst unter den Bäumen liegen. Die bessere Qualität ist also als Abfall eingestuft und gar nicht zu kaufen. Stattdessen wird die nicht einmal fürs Auge schönere Ware angeboten, da sie besser zu lagern und zu transportieren ist. Eine reife, süße Orange ist weich und die Schale löst sich leicht von der Frucht.

Von meinen Bemühungen an dieses Fallobst zu gelangen, habe ich an anderer Stelle schon etwas genauer berichtet. Ich habe da noch keine Regelmäßig und kein System. Es hängt von unterschiedlichen Umständen ab, ob sich ergibt, dass ich irgendwo Orangen aufsammeln darf oder kurz entschlossen eine unauffällige Plünderung vornehme.

Domain Maman Terre

Orangen in DMT 2018
Kleine Orangen aus dem Bio-Großhandel
Orangen werden beim unregelmäßigen Einkauf im Bio-Großhandel regelmäßig mit bestellt und sind somit verfügbar, solange der Vorrat reicht. Wobei auch hier kein langes Vorhalten möglich ist, da sie im Lagerraum verschimmeln, wenn sie nicht gegessen werden. Es handelt sich dabei ebenfalls um Früchte, denen eine längere Zeit am Baum gut getan hätte, aber die dennoch schmackhaft sind.

Süß-sauer

Orangen haben den Effekt, dass sie im Mund zwar eher sauer wirken, für den Körper, im Bezug auf den übrigen Verdauungsprozess jedoch einen basischen Effekt haben. Trotz regelmäßiger Zahnpflege versuche ich daran zu denken nach dem Essen von Orangen Grünzeug zu kauen. Ein paar Salatblätter oder was sonst an mir genießbarem Blattgrün um mich herum wächst oder vorhanden ist ordentlich einzuspeicheln und mit den Zähnen zu zerlegen, damit der ph-Wert wieder steigt.

Schlagworte: Schlagwörter , , ,

Schreibe einen Kommentar