Eine Frucht, die ungefähr die Hälfte des Jahres auf meinem Speiseplan steht und dann meist mit zur ersten Mahlzeit meines Tages gehört. Besonders morgens finde ich saftige Frische sehr angenehm. Ich verbinde das Glänzen einer reifen, aufgeschnittenen Orange immer mit dem Strahlen der Sonne. Ich bevorzuge sie wenn sie süß sind.
Vor dem Schälen bzw. Öffnen rolle ich sie über eine feste Oberfläche oder drücke sie drehend zwischen meinen Händen. Dadurch werden im inneren die Zellen aufgebrochen und sie sind noch saftiger. Es tropft dann beim Essen umso mehr aber das fange ich mittels Teller auf und habe dann abschließend noch einen Schluck frisch gepressten Orangensaft.
Flores de Vida
In Flores de Vida ist es bislang nicht gelungen Zitrusbäume zu ziehen. Die bisherigen Versuche sind an den zu kalten Wintern gescheitert. Nat’ versucht es dennoch weiter und hofft entsprechende Sorten zu finden.
Vergleichsweise nah, also ca. 80 Kilometer Richtung spanischer Ostküste, gibt es allerdings Orangenanbau und dort bedient er sich bei einem Freund während der Saison, so dass es auch zu meiner gewohnten Anwesenheit im Mai noch Orangen in Flores de Vida gibt. Es ist für dieses Projekt die spärlichste Zeit was die Selbstversorgung betrifft.

Ich kenne die Warnung und Unheilsverkündigungen über Schimmel, habe ihnen aber nie viel Bedeutung geschenkt und vertraue auf meine Sinne, wenn es darum geht zu beurteilen, ob ich etwas tatsächlich esse oder nicht. Es ist zwar kein Beweis für Allgemeingültigkeit, aber bislang übersteht Nat’ seinen langjährigen, regelmäßigen und reichlichen Verzehr von Orangen mit schimmeliger Schale ohne sichtbare Einbußen.

Finca Tierra
Auf der Finca Tierra gibt es Orangenbäume. Leider alle etwas kränklich, aber dennoch tragend. Die meisten sind allerdings noch recht jung und klein und geben nur eine sehr überschaubare Menge. Der eine große Baum trägt im Winter aber zahlreiche, köstliche Früchte.

Von meinen Bemühungen an dieses Fallobst zu gelangen, habe ich an anderer Stelle schon etwas genauer berichtet. Ich habe da noch keine Regelmäßig und kein System. Es hängt von unterschiedlichen Umständen ab, ob sich ergibt, dass ich irgendwo Orangen aufsammeln darf oder kurz entschlossen eine unauffällige Plünderung vornehme.
Domain Maman Terre

Süß-sauer
Orangen haben den Effekt, dass sie im Mund zwar eher sauer wirken, für den Körper, im Bezug auf den übrigen Verdauungsprozess jedoch einen basischen Effekt haben. Trotz regelmäßiger Zahnpflege versuche ich daran zu denken nach dem Essen von Orangen Grünzeug zu kauen. Ein paar Salatblätter oder was sonst an mir genießbarem Blattgrün um mich herum wächst oder vorhanden ist ordentlich einzuspeicheln und mit den Zähnen zu zerlegen, damit der ph-Wert wieder steigt.