Noch will ich den Versuch einer durchgängigen Dokumentation nicht abbrechen lassen, auch wenn sie den tatsächlichen Ereignissen hinterher hängt. Außerdem mache ich mir zu Nutze, dass ich dieses Erlebnis schon auf Englisch dokumentiert habe, wenn auch auf andere Weise. Es handelt sich im Folgenden also um die Fortsetzung dieses Artikels.
Erwartungen und Einstellungen
Um die Spannung vorweg zu nehmen: Es begann beunruhigend und kompliziert erscheinend, entwickelte sich jedoch schnell zu einem Paradebeispiel dafür, wie die eigene Einstellung und Haltung einen Ort oder eine Situation sowohl zur persönlichen Hölle als auch zum persönlichen Paradies machen können.
Mir ist nicht daran gelegen jemanden bloß zu stellen oder abzuurteilen bzw. über jemanden schlecht zu reden, weshalb mir wichtig ist vorweg zu sagen, dass ich die nachfolgend hervorgehobene Person gar nicht kennengelernt habe, dafür war die Zeit zu kurz. Es geht mir um Verhaltensweisen und –muster, die ich deutlich zu erkennen fand und thematisieren möchte. Ich will so weit es geht pseudonomisiert und generell berichten, was ich beobachtet habe und daraus deute. Das Beispiel ermöglicht nebenbei andere Aspekte zu erwähnen.
Der erste Eindruck
Wir waren ja bereits zu viert. Neben uns dreien aus der Flores-de-Vida-Familie, eine erste Teilnehmerin, die bedacht, ruhig und neugierig war. Am Freitag Abend holte Nat’ den zweiten Teilnehmer aus Maella ab und ich begegnete den beiden bei ihrer Ankunft an der Casita. Merkwürdig war, dass mich dieser junge Schweizer direkt auf Deutsch ansprach und nach der Fincariño fragte, dabei hatte er noch sein Gepäck geschultert.
Ich behaupte, dass wir anderen uns gegenseitig eine Anstrengung im Umgang mit L ansahen. Er war jung und unerfahren, hatte aber diese Haltung, die Menschen in der Lebensphase oft zu eigen ist. Zu glauben das Wesentliche verstanden und durchschaut zu haben, davon überzeugt zu sein die richtige Entscheidungen getroffen zu haben und entschlossen von den eigenen Wegen und Zielen nicht mehr abzuweichen. Er war sehr mitteilungsbedürftig und stellte viele Fragen, die aber oft sehr ich-bezogen wirkten. Viel Selbstbestätigung und wenig Offenheit und Aufmerksamkeit für andere Aussagen und Gedanken.
Konfliktpotential
Und er war ziemlich von Angst und Sorgen getrieben. Aufgrund seiner Vorgeschichte und Erfahrungen, seinem Gesundheitszustand und seinen Idealen, beschränkte er seine Komfortzone sehr stark und hatte ein klares und starres Bild vor Augen von den Umständen, die nötig sind, damit es ihm gut geht. Abweichungen waren in jedem Fall zu vermeiden.
Das forderte natürlich vor allem Nat’ heraus. Nicht nur, dass das Leben in Flores de Vida ja grundsätzlich ein einfaches ist, bei dem es einen Großteil ausmacht sich mit neuen und unerwarteten Situationen auseinanderzusetzen, sondern dass die Sessionen ja auch dazu dienen dies kennenzulernen und entgegen der eigenen bekannten Muster neue Erfahrungen zu machen, zu experimentieren. Wenn dann ungeachtet dessen Leute auftauchen, die von vorne herein alles in Frage stellen und eher ihre Herangehensweise überstülpen wollen, kommt er schon mal an seine Grenzen. Verschärft wird die Situation dann noch durch die Sprachbarriere. Denn auch wenn Nat’ Englisch spricht, ist er darin nicht so bewandert und sicher wie in Französisch und Spanisch.
Und die Sprache der Gruppe war zu dem Zeitpunkt Englisch, was jedoch L nicht davon abhielt auch in Anwesenheit der Anderen mit mir Deutsch zu sprechen, wenn er ein Anliegen hatte, dass sich konkret an mich richtete. Mein Ansatz ist es immer die Sprache zu wählen, die mir gerade noch ermöglicht mich auszudrücken und von den meisten Anwesenden verstanden wird. Zum einen natürlich aus Höflichkeit, aber auch weil immer auch die Chance besteht, dass es andere interessieren könnte oder jemand etwas beitragen kann. Es widerspricht der Idee von Gemeinschaft und Miteinander auf der sprachlichen Ebene eine Abgrenzung, einen Ausschluss zu schaffen.
Selbstbeschränkung
Ls Vorhaben war es jedenfalls einen Ort zu finden, an dem er nach seinen Vorstellung gesund und gut leben konnte und an dem es eine Versorgung mit ganz bestimmten Speisen geben sollte. Deshalb auch sein großes Interesse daran von mir über die Fincariño zu erfahren, die hier auf meiner Webseite so gut wie noch keine Erwähnung fand, aber kurz gesagt ein Projekt mit Fruchternährung und Gemeinschaftssinn an der spanischen Südküste ist.
Des weiteren trieben L die Nahrungsvorräte um. Wie im vorigen Alltagsbericht erwähnt, gab es zu dem Zeitpunkt nur Äpfel und Orangen, Oliven und Mandeln und verschiedenes Trockenobst. Sämtliche Speisen werden im Keller gelagert, eine große, in die Erde eingelassene, halbe Metallröhre. Von dort aus rationiert Nat’ regelmäßig genug in die Nevera – das spanische Wort für Kühlschrank – eine ebenfalls in die Erde eingelassene Speisekammer. Von dort aus erfolgt die Alltagsversorgung, was zum einen den Vorteil hat, den Keller nicht so oft öffnen zu müssen, was zum Eindringen warmer bis heißer Luft führt, und zum anderen einen Überblick über die verbleibende und verbrauchte Menge gibt.
Stress
Nat’ ist inzwischen dazu übergegangen den Keller zu verschließen, wenn Neulinge auf dem Gelände verweilen. Es kam leider zu oft vor, dass er Gefäße und Behälter geöffnet bzw. nicht wieder anständig verschlossen vorfand. Es stellte sich also so dar, dass das seinerseits präsentierte Vertrauen nicht erwidert wurde und den Hinweisen und Bitten nicht genug Beachtung geschenkt wurde.
Obwohl also die Nevera gut gefüllt war, fragte L immer wieder, ob den genug zu essen vorhanden sei. Er teilte mit, dass er sich nur von Äpfeln ernähren wolle und unsicher sei, dass das was er sehe, reiche. Trotz Nat’s Erklärungen und meiner Beteuerungen wie es abläuft, ließ L diese Sorge nicht los.
Und so gab es innerhalb der wenigen ersten Stunden, also noch am selben Abend wie am nächsten Morgen diverse Situationen, die unangenehm waren. Unangenehm in einem allgemeinen Sinne, dass sie unerwartet waren, den gewöhnlichen und geplanten Ablauf störten, Harmonie und Sympathie sich nicht von alleine einstellten und Probleme und Schwierigkeiten ausgebreitet wurden statt sich über Lösungen Gedanken zu machen. Ich zähle nicht alle auf, aber jede einzelne trug dazu bei eine bestimmte Haltung gegenüber L zu entwickeln, die viel Verständnis und Achtsamkeit erforderten, um dennoch entspannt mit ihm umzugehen.
Flucht vor sich selber
Bereits am Samstag Morgen gab es ein paar Anzeichen, die dafür sprachen, dass L nicht lange bleiben würde. Auch wenn er nicht offen und ehrlich sprach, so ließen die Fragen und Äußerung doch darauf hindeuten. Es war keine Bereitschaft zur förderlichen Konfrontation wahrnehmbar, sondern nur zur Flucht. So wirkte auf mich auch die Situation, die er sich als Eklat aussuchte, nur als nächst beste Gelegenheit für ihn einen äußeren Grund zu finden, warum er Flores de Vida verlassen musste.
Es ergab sich aus einem wiederholten Hinweis Nat’s auf Ls Ausdrucksweise und Formulierungen, welche L als Sprechverbot auslegte. Wenn wir anderen Nat’ auch inhaltlich zustimmten, so waren wir nicht mit seiner Art und Weise einverstanden und konnten im Anschluss direkt Rückmeldung geben und Vorschläge machen, wie solche Anliegen besser zu vermitteln seien. Das größte Lernfeld bleibt für mich die Kommunikation, der zwischenmenschliche Umgang. Nat’ war zwar schnell einsichtig, sieht an der Stelle aber auch deutlich seinen Schwachpunkt und war überstrapaziert.
L hatte sich direkt nach seinem Ausbruch entfernt und war zu einem Gespräch nicht mehr bereit. Ich versuchte es kurz darauf zwei Mal und J–L ebenfalls, aber Ls Liste mit seinen Unannehmlichkeiten war gefüllt, so dass er ohne Verabschiedung kurz darauf nach Maella ging. Seine Hoffnung lag nun auf der Fincariño, zu der er reisen wollte. Mit meinem geringen Wissen über diesen Ort und über L schien mir das ebenfalls zum Scheitern verurteilt, was ich aber nicht äußerte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es ihm mit seiner Einstellung dort anders bzw. besser ergehen sollte.
Da Nat’ L etwas später eine Mail mit Bedauern über den Vorfall und beste Wünsche für seinen Weg schrieb, erfuhren wir einige Tage später, dass L sich wieder auf seinem Nachhauseweg befand. Mehr war über die Hintergründe nicht bekannt. Die Information passte allerdings gut ins bereits entstandene Bild.
Kippende Stimmung
Im Verlauf des Samstags traf die zweite Teilnehmerin ein und am späten Nachmittag holte Nat’ den letzten Teilnehmer aus Maella ab, welcher unfreiwillig und unwissend die angespannte Stimmung aufbrach und auflöste.
Wir versammelten uns kurz nachdem unsere kleine Gruppe vollständig war in der Crudine für ein erstes Gespräch und M startete mit einem glücklichen Lobgesang auf die Äpfel, die L letztendlich nicht einmal angerührt hatte, da er meinte in den Kisten auch welche mit Schimmel gesehen zu haben. Über den Zustand der Äpfel hatte ich schon berichtet und auch wenn viele davon unansehnlich, manche auch faulig waren, so habe ich keinen einzigen mit Schimmel entdeckt. Wie gesagt gute Beispiel für Behauptungen und Deutungen aufgrund von Erwartungen und Annahmen ohne erneute Prüfung.
Wir vier, die L erlebt hatten, brachen zunehmend in befreiendes Gelächter aus, wenn die beiden Neuankömmlinge von ihrer Wahrnehmung für die Zustände und Tatsachen, die für L unerträglich waren, in völlig anderem, entgegengesetzten und erfreulichen Licht berichteten. Nach und nach klärten wir sie auf, um sie aus der Verwirrung und Ratlosigkeit zu holen. Am Ende des Tages hatten wir also bereits Tief- und Höhepunkte der Session hinter uns und das Gefühl nun in angenehme zwei Wochen zu starten.
Bunte Mischung
Wir waren eine kleine, aber vielfältige Gruppe, über deren Einzelpersonen es einiges zu erzählen gäbe, auch um die Unterschiede und Gemeinsamkeit zu verdeutlichen, aber das gehört nicht hierher. Grob gesagt vier Nationen, darunter drei Franzosen. Da nur fünf von uns Französisch sprachen, unterhielten wir uns auf Englisch, was alle mindestens grundlegend beherrschten. Vier Männer, zwei Frauen. Zwei Altersgruppen, eine in den 30er, eine in den 50er. Drei von uns recht klar mit ihren aktuellen Lebenswegen, zumindest was die Ziele der nahen Zukunft betraf, und die anderen drei unklar und unbestimmt.
Ungewöhnlich für eine Session war, dass in der zweiten Woche noch eine Teilnehmerin hinzu kam. Ihr gelang es nicht früher einzutreffen, sie hatte aber auch vor anschließend deutlich länger zu bleiben. Sie war zwar zuvor nicht in Flores de Vida, kannte Nat’ aber bereits und die beiden wollten zusammen an Online-Projekten arbeiten. Trotz des späten Dazustoßens, passte sie aber gut in Gruppe.
Wetter
Das Wetter blieb gemischt. Die Nächte waren kalt, wurden aber zunehmend wärmer. Tagsüber schwankten die Temperaturen über die Zeit zwischen 20° und 30° C. Häufiger war es wolkig bis bewölkt, es gab windige Tage und auch regnerische bzw. solche mit Schauern.
Tagesablauf
Die Lage war jedenfalls so, dass wir unsere Tagesplanung nicht am Wetter orientiert haben, es wurde nicht zu heiß. Wir einigten uns darauf vormittags ein paar Stunden tätig zu sein und nach einer längeren Pause nochmals nachmittags.
Jeder Morgen begann mit Yoga und jeder konnte täglich aufs neue entscheiden, ob er teilnahm oder nicht. Ich entschied mich immer für nein. Meist nutzte ich die ersten Tagesstunden für Arbeiten an der Webseite, sowohl meiner wie auch der von Flores de Vida.
Um 19 Uhr kamen wir immer zusammen, um uns gezielt auszutauschen. Manchmal sangen wir im Anschluss, einmal gab uns Nat’ ein Gitarrenkonzert. An einem Abend, den wir zum Musizieren geplant hatten, zog sich Nat’ vor Müdigkeit früher zurück und so bot ich mich als instrumentale Begleitung an. Für gewöhnlich spiele ich auf meiner Gitarre nur für mich, auch wenn es andere hören können. Zum Teil übe ich, zum Teil spiele ich, weil mir der Vorgang des Spielens gefällt. Zu meinem überschaubaren Repertoire gehören glücklicherweise auch ein paar bekannte oder zumindest leicht erlernbare Circlesongs. Also mantraähnliche kurze Lieder, die einfach immer wiederholt werden. Wir waren zufrieden mit meiner erstmaligen und spontanen Darbietung.
Die restliche Zeit des Tages gestaltete sich ziemlich spontan und individuell. Entweder jeder für sich oder mit Gesprächen und Aktivitäten in unterschiedlichen Konstellationen.
Essen
Durch die Wetterlage der Wochen zuvor, waren die sonst bereits verfügbaren Früchte noch nicht reif und so startete die Session mit den schon erwähnten Lageräpfeln und Orangen. Zudem tischte Nat’ aus dem Vorrat an Trockenfrüchten und fermentiertem Gemüse auf. Erst in der zweiten Woche, konnte wir uns auch an Erdbeeren und Kirschen erfreuen.
An vorrätigen Oliven und Mandeln wurde aber ebenso Gefallen gefunden, wie an den überall wachsenden Saubohnen. Es gab außerdem einiges an grünem Spargel. Und ja, beides lässt sich gut roh essen.
Die Versorgung und Essenssituation war jedenfalls kein großes Thema und stellte für keinen ein Problem dar. Der Besuch auf der Plantage von Javier ist immer ein Ereignis, aber natürlich umso intensiver, wenn dadurch das oben beschriebene Nahrungsangebot durch köstliche Kirschen direkt vom Baum erweitert wird.
Die Tätigkeiten
Wir widmeten uns mal alle gemeinsam, mal in zwei Gruppen, um die geplanten Aufgaben. Es gab vereinzelt Präferenzen, aber alle waren interessiert Abwechslung zu haben und in alle Arbeiten Einblick zu nehmen und sie auszuprobieren.
Ein Ziel war die drei hölzernen Rankhilfen im Garten durch eiserne zu ersetzen. An ihnen klettern die Weinpflanzen empor und inzwischen sind diese so groß und tragen so viel, dass das in die Jahre gekommene Holz dem nicht mehr standhielt. Teile waren bereits verstärkt worden, andere aktuell gebrochen oder dabei einzustürzen.
Wir hoben also mit maschineller Hilfe Löcher aus, rührten Betonmischungen an und versenkten darin Metallpfeiler, spannten in diese anschließend horizontal starken Draht und bogen Eisenstangen, die sie wie eine Art Dachkonstruktion miteinander verbanden. Dann legten wir die Pflanzenteile von den alten auf die neuen Konstruktionen und demontierten die Holzgerüste.
Das zweite Augenmerk galt den jüngeren Bäumen auf dem Gelände. Flores de Vida ist von großen Terrassen durchzogen und jede ist entlang ihrer Ränder, also denen zu Terrasse oberhalb wie unterhalb, mit Bäumen bepflanzt. Viele aus den Samen und Kernen gezogen, manche starteten als Ableger. Durch deren Bewässerung und die kontinuierliche Aufbereitung des Bodens, wuchert inzwischen allerdings auch jede Menge an Gräsern und Kräutern. Wir machten uns also daran von unten bis oben alle Bäume abzugehen und unter ihnen sowie bis zu einem gewissen Ausmaß auch um sie herum zu jäten. Dabei legten wir auch die Bewässerung frei bzw. stellten sicher, dass sie gut plaziert war.
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Kurzzeitig jäteten wir auch in Teilen der Gemüsegärten, um anschließend ein paar jungen Tomatenpflanzen an guten Plätzen in die Erde zu bringen.
Da wir die beiden Hauptarbeiten frühzeitig abschlossen, nahmen wir uns als Abschluss das Aufräumen und Reinigen der Gemeinschaftsjurte vor. Wir räumten sie nahezu komplett aus, reinigten und sortierten die Gegenstände und Möbel, sowie die Jurte selber, misteten aus und räumten sie dann wieder teilweise neu arrangiert ein.

Was für mich dieses Mal hervorstach, war ein intensiver offener Austausch und Umgang miteinander. Es mag ein bisschen im und am Wesen der Teilnehmenden gelegen haben, aber vielleicht auch am anfänglichen Konflikt. Selbst, wenn den nicht alle direkt mitbekommen hatten, so wurde innerhalb der initialen Gruppe klar, dass wir uns auf Augenhöhe kritisieren können und darum bemühen wollen respektvoll miteinander umzugehen.
Der Kreis, den wir jeden Abend bildeten, schaffte offenbar eine sichere und vertrauliche Situation, die zu sehr persönlichen und ehrlichen Äußerungen führte. Manchmal galt es nur darum eine Gelegenheit zu haben sein Herz auszuschütten und verständnisvolle Zuhörer zu haben, manchmal wurden Fragestellungen auch gemeinsam gewälzt.
Da drei der Teilnehmer auch pünktlich zum Ende der Session abreisten, beendeten wir unser kurzzeitiges Gemeinschaftserlebnis am Abend zuvor mit einem schönen Ritual – ein passendere Wort fällt mir gerade nicht ein. Der Ablauf sah einfach nur vor, dass in beliebiger Reihenfolge jeder jedem anderen offen und unter den Augen und Ohren der anderen mitteilt, was er an ihm schätzt. Das führte zum einen dazu, dass wir uns auf die angenehmsten Seiten und Aspekte der Anderen konzentriert haben, wodurch verstärkt wird die Anderen in guter Erinnerung zu verabschieden. Zum anderen ist es natürlich ein Baden in Komplimenten und Zuspruch, ein Überschütten mit Lob und Bestätigung, was das Selbstwertgefühl mächtig aufbaut.
Jetzt liegt dieses Ereignis schon wieder so lange zurück, dass ich gar nicht mehr aufführen kann, was über mich gesagt wurde. Notiert hatte ich mir das zeitnah auch nicht. Es geht mir dabei gar nicht ums Prahlen, denn wie gesagt ist Sinn und Zweck der Übung das Beste des Gegenübers hervorzukehren und das sollten wir doch bei nahezu jedem schaffen. Nein, mein Hintergedanke ist es hier auch mal ein paar Fremdeindrücke zu präsentieren, da der Rest meiner Webseite ja aus Selbstdarstellung durch Innenansicht besteht. Was mir gerade wieder in den Sinn kommt ist die Wertschätzung für meine Stabilität und Gelassenheit, Humor und Ruhe, Beständigkeit und Unterstützung.
Und damit kann dieser Bericht wunderbar enden.







