Ein kleiner Reim zum letzten Ohne-Eintrag, wobei ich genauso gut hätte mit Mütze verwenden können. Es geht jedenfalls um meine Kopfbedeckung, die schon typisch für mich geworden ist und die ich fast immer trage. Es ist eine Gewohnheit geworden und mir fehlt etwas, wenn ich meinen Deckel nicht aufhabe.
Bereits in meiner Kindheit und auch lange in der Jugend bin ich oft mit einer Cap herumgelaufen, wobei ich immer von Cappy gesprochen habe, Baseballkappe zu deutsch. Ich hatte verschiedene Ausführung. Besonders am und auf dem Kopf war ich schon immer sonnenempfindlich und das war auch mein Hauptgrund sie zu tragen, auch als Erwachsener.

Leider habe ich diesen Sonnenhut beim Trampen verloren. Ich weiß noch, dass es auf dem großen Rastplatz passiert sein muss, von dem aus ich nach der Abreise aus Flores de Vida 2013 Richtung Süden gezogen bin. Nachdem ich den LKW bestiegen hatte, der mich mitnahm, fiel mir das Fehlen auf. Es war der erste Gegenstand überhaupt, den ich verloren habe und bis jetzt auch der einzige. Um genau zu sein gab es einen weiteren Verlust, aber der hielt nicht lange an. Ha, ein Cliffhanger.
Das Mützenabo
Beim ersten Fruchtfestival erhielt jeder Teilnehmer zusammen mit dem Festivalbeutel inklusive Tablett, Besteck und Trinkflasche auch einen Sonnenhut in gleicher Form wie der, den ich verloren hatte. Allerdings nicht in selber Qualität, aus deutlich dünnerem Stoff und mit Werbeaufdruck. Aber er passte mir auf Anhieb, kam wie gelegen und als Werbeträger hatte ich in diesem Fall auch kein Problem. Mal davon abgesehen, dass dieser unscheinbar ist und schnell verblasst.
Dass dieser Hut keine so feste Struktur hat, hat den Vorteil, dass er sich leicht in die Hosentasche stecken lässt und auf dem Kopf ebenfalls leicht ist. Er ist einfach nass zu machen und kann somit für Kühlung sorgen, ist problemlos zu waschen und ich habe ihn auch schon als eine Art Waschlappen benutzt, wenn ich denn nur damit bekleidet im Wasser war.
Bedingt brauchbar

Der zweite Nachteil ist allerdings die zu kurze Krempe. Der Hut vermeidet nicht, dass ich mir beim langen Aufenthalt in der Sonne Nasenrücken und Unterlippe verbrenne ohne es rechtzeitig zu merken. Besonders eine verbrannte Lippe ist über Tage hinweg sehr unangenehm, da sie immer wieder blutig aufreißt. Kurzzeitig verwendete ich mal einen gefundenen Strohhut, was mir grundsätzlich als Kopfbedeckung gefällt, aber sperrig und windanfällig ist. Außerdem nicht so geeignet um Schweiß aufzufangen oder sich diesen damit wegzuwischen.
Stimmen am Kopf

Atmender Kopf
Witzigerweise gibt es aber auch Momente, da ist der Platz zwischen Hut und Kopf zu groß, so dass das Handy einfach nicht hält. Ich habe es noch nicht abschließend herausgefunden, woran das liegt. Ein nasser Hut ist immer enger, aber ich stelle es fest, wenn er trocken ist, sich also nicht verändert. Es gibt also Gründe, die dafür sorgen, dass mein Kopf mal dicker, mal dünner ist. Bzw. dass er manchmal dünner ist, denn in der Regel passt das Handy und zu eng ist es nie.
Schlafmütze

Investition?
Nun stoße ich seit Nutzung der Sonnenhüte erstmals vorzeitig an deren Lebensende. Keine Ahnung, ob ihnen auch die Lagerung zusetzt oder ich dieses Mal grober in der Nutzung war. Jedenfalls lösen sich die beide, die ich aktuell nutze, momentan auf. Der eine ist sogar schon genäht und geflickt, aber einmal begonnen, breitet sich der Lochfraß aus. Zudem habe ich sie wohl ausgerechnet zu dem Zeitpunkt miteinander verwechselt, als ich in Maler-/Anstreicharbeiten verwickelt und gleichzeitig unachtsam war. Somit sind nun beide mit Farbklecksen versehen.
Da ich immer mal wieder Ausschau nach guten Alternativen halte und bislang nicht fündig geworden bin, ziehe ich eine gezielte Neubeschaffung in Betracht, was zu einem Verweis auf meine Bedarfsliste führt. Ob es dann erst einmal nur einer sein wird oder doch direkt zwei sein sollen, weiß ich noch nicht. Der aktuelle Zustand führt jedenfalls dazu, dass ich auch wieder vermehrt ohne Hut herumlaufe, wenn es das Wetter zulässt. Es ist definitiv ein anderes Gefühl und sorgt auch bei Wärme für ein kühleres Empfinden.

Nachtrag:
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Wenige Tage nach der Session entdeckte ich in der Crudine zufällig einen Sonnenhut auf einem Schrank, der offensichtlich zurückgelassen wurde. Er entsprach allen meine Anforderungen und passte, so dass ich ihn direkt in Verwendung nahm. Die breitere Krempe lässt sich an den Seiten hochklappen und befestigen und er hat einen Gummizug. Erst jetzt beim Schreiben kommt mir der Spruch außen an der Crudine in den Sinn und bringt mich zum Schmunzeln. Ich entschied mich diesen Hut bei meiner Abreise aufzusetzen und somit mitzunehmen. | ![]() |

